Familien-Fotoarchiv ordnen: 5 TB in 20 Jahren
Familien-Fotoarchiv ordnen, das auf externer Festplatte oder NAS liegt: vom Bett aus, Bild für Bild, mit Beschriftungen, die bei den Dateien bleiben.
Wie ordnet man ein Familien-Fotoarchiv, für das man seit Jahren keine Zeit findet? Meine Frau und ich haben so ein Archiv: fünf Terabyte aus zwanzig Jahren. Ich habe Spohad unter anderem dafür gebaut — damit man es nicht am Rechner, sondern im Bett liegend aufräumen kann, Bild für Bild.
Woher kommt eine Halde von fünf Terabyte?
Zuerst landeten dort Fotos von einer einfachen Kompaktkamera und von alten Tastenhandys. Dann kam das iPhone, und mit ihm eine neue Tradition: Einmal im Jahr läuft bei meiner Frau das Handy über, und sie bittet mich, alles auf die Festplatte zu schieben. Vom iPhone auf den Rechner ist das furchtbar umständlich. Aber am Ende mache ich es. So sind in zwanzig Jahren unseres Lebens fünf Terabyte zusammengekommen.
Nur ist das kein digitales Fotoalbum. Es ist eine Kiste, in die alles durcheinander geworfen wurde. Urlaube und Geburtstage sind da. Aber direkt daneben liegen Tausende zufällige Screenshots, Fotos „für alle Fälle“, Dokumente, Müll und Duplikate.
Warum man für ein Familienarchiv nie Zeit findet
Weil es Arbeit ohne erkennbares Ende ist. Sich abends an den Rechner setzen, den Ordner „2014“ öffnen, viertausend Dateien mit Namen wie IMG_8812 sehen — und wieder zumachen. Das ist keine Erholung.
Und ich bin sicher: So geht es Millionen Menschen. Irgendwo liegt eine Festplatte, auf ihr Jahre des Lebens, und keiner weiß mehr, was darauf ist.
Was wollte ich?
Eines. Dass meine Frau dieses Archiv im Bett liegend in Ordnung bringen kann. Nicht am Rechner, nicht am Wochenende, nicht „wenn mal Zeit ist“. Sondern so, wie man abends durch einen Feed scrollt.
Wie sortiert man ein Archiv auf externer Festplatte oder NAS vom iPhone aus?
Zuerst muss die Festplatte in der Dateien-App auf dem iPhone sichtbar sein. Ein USB-Stick oder eine externe Festplatte werden per Kabel angeschlossen, ein Heimnetzspeicher (NAS) übers Netzwerk, direkt in „Dateien“. Ausführlich zum Netzlaufwerk im Artikel So verbindest du ein NAS mit dem iPhone.
Danach fügst du diesen Ordner in Spohad als Quelle hinzu — und das Archiv wird zum Feed: ein Bild im Vollbild, das nächste kommt von unten. Nichts wird komplett aufs Handy kopiert, die Dateien werden beim Scrollen nachgeladen.
Und dir bleibt nur noch zu entscheiden:
- Urlaub am Meer — nach links wischen, in die Erinnerungen;
- ein Screenshot, den längst niemand mehr braucht — in den Papierkorb;
- Foto eines Dokuments — zu Merken, falls es noch nützlich ist;
- weißt du nicht — scrollst du weiter. Das Bild kommt beim nächsten Mal wieder.
Dabei bewegt sich nichts sofort. Die Entscheidungen sammeln sich, du kannst sie ansehen und rückgängig machen. Die Dateien werden erst verschoben, wenn du „Speichern“ tippst.
Nicht alles auf einmal
Fünf Terabyte sortiert man nicht an einem Abend. Und das muss auch nicht sein. Spohad verlangt nicht, dass du fertig wirst. Heute zwanzig Minuten, morgen zehn. Der Feed wählt die Bilder jedes Mal neu — aus verschiedenen Jahren und Ordnern, es fühlt sich also nicht nach „an der alten Stelle weitermachen“ an. Es ist wie ein soziales Netzwerk: Du weißt nie, was als Nächstes kommt.
Und allmählich wächst aus der Halde ein Album. Hier der Ordner „Meer, 2015“, und darin nur gute Bilder. Hier „Hochzeit“. Hier „Geburtstag“. Wenn im Archiv viele fast gleiche Aufnahmen liegen, sortiert man sie am besten gemeinsam — Spohad findet Duplikate in den eingeordneten Ordnern und zeigt sie nebeneinander.
Beschriftungen bleiben bei den Dateien
Alles, was sie beschriftet, geht nicht im Inneren der App verloren. Der Name wird zum echten Dateinamen — statt IMG_8812 steht dort „Meer, erster Tag“. Beschreibung, Tags und Wert landen in einer kleinen Datei neben dem Foto, in einem offenen Format, das auch andere Foto-Programme verstehen. Das Bild selbst ändert sich dabei kein einziges Byte. Beschriften kannst du per Sprache über die Tastatur — wie das später beim Finden hilft, steht im Artikel Fotos auf dem iPhone in Sekunden finden.
Bei einem Archiv für zwanzig Jahre ist das die Hauptsache. Auch wenn die Festplatte in zehn Jahren ohne Spohad an einem anderen Computer geöffnet wird — die Namen und Beschriftungen liegen dort, direkt neben den Fotos.
Kurz: so ordnest du ein Familien-Fotoarchiv
- Schließe die Festplatte ans iPhone an, sodass sie in der Dateien-App sichtbar ist.
- Füge in Spohad den Archivordner als Quelle hinzu.
- Scrolle den Feed und sortiere mit Wischen: Erinnerungen, Merken, Papierkorb.
- Beschrifte Wichtiges — Name, Beschreibung, Tags, gern per Sprache.
- Tippe „Speichern“, wenn du fertig bist: Die Dateien wandern direkt auf der Festplatte in ihre Ordner.
- Wiederhole das jeweils 10–20 Minuten, wenn du Lust hast. Du musst nicht auf einmal fertig werden.
Liegt das Archiv nicht auf einer Festplatte, sondern im Handy selbst und das ist schon voll, beginne mit dem Artikel Speicher auf dem iPhone freigeben.
Eine zweite Chance
Ich weiß nicht, was meine Frau in diesen Terabytes finden wird. Vielleicht etwas, das sie längst verloren glaubte. Vielleicht ein altes Foto, mit der Kompaktkamera lange vor dem ersten Smartphone aufgenommen. Vielleicht schwelgt sie nur eine halbe Stunde in Nostalgie und schläft mit einem Lächeln ein.
Ich habe Spohad gebaut, um solchen Archiven eine zweite Chance zu geben. Damit aus Jahren des Lebens keine „Festplatte, für die keiner Zeit hat“ mehr wird, sondern wieder das, was sie immer waren — Erinnerungen. Probier den Feed auf der Startseite aus — so sieht der erste Abend mit einem Archiv aus.