NAS mit dem iPhone verbinden und Archiv sortieren

So verbindest du ein NAS mit dem iPhone über „Dateien“ und machst den Netzwerkordner zum Feed: Fotos sortieren, Videos sehen, Musik hören, vom Bett aus.

Wie verbindest du ein NAS mit dem iPhone, sodass aus dem Heimarchiv kein Ordner „irgendwann räume ich auf“ wird, sondern ein Feed für den Abend? Stell dir David vor. Bei ihm zu Hause brummt unter dem Tisch ein Netzspeicher. Dutzende Terabyte, mit Glück hundert. Zwanzig Jahre Fotos, Familienvideos, eingescannte Alben der Eltern, Musik, Filme, Serien, die er über Jahre geladen hat.

Und in der Tasche ein iPhone mit 128 Gigabyte, von denen drei frei sind.

Das Wertvollste liegt im selben Zimmer wie er. Und ist zugleich unendlich weit weg: Um heranzukommen, muss er sich an den Computer setzen.

Wie verbindest du ein Netzlaufwerk mit dem iPhone?

Das erledigt iOS selbst, in der Dateien-App. Dort gibt es den Punkt „Mit Server verbinden“: Du gibst die Adresse des Laufwerks im Heimnetz ein, Name und Passwort — und das Laufwerk erscheint in der Liste der Orte, neben dem Cloud-Laufwerk und den Ordnern des Handys. Zwischenhändler sind nicht nötig.

Wie machst du aus einem Netzwerkordner einen Feed?

Danach öffnet David Spohad und fügt einen Ordner vom Netzlaufwerk als Quelle hinzu — er wählt ihn direkt in „Dateien“. Fertig: Jetzt ist das Archiv mit dutzenden Terabyte ein Feed im Handy.

Nichts wird komplett aufs Handy kopiert. Spohad lädt Dateien nach, während du sie scrollst, und verstopft den Gerätespeicher nicht. Die Terabyte bleiben dort, wo sie lagen.

Im Bett statt am Schreibtisch

Die größte Veränderung ist, wo das stattfindet. Früher hieß ein Archiv aufräumen: ein Abend am Computer, den David jahrelang aufschob. Jetzt sind es fünfzehn Minuten vor dem Schlafen, liegend, mit einer Hand.

Der Feed bringt Bilder aus verschiedenen Jahren durcheinander. Der Schulabschluss 2006. Der Scan von Mamas Foto aus den Siebzigern. Zwölf fast gleiche Sonnenuntergangs-Aufnahmen — elf in den Papierkorb. Ein Video vom Landhaus, in dem der Opa den Zaun repariert.

Die Entscheidungen werden nicht sofort angewendet. David sortiert, sieht dann in den Puffer und tippt „Speichern“. Die Dateien wandern direkt auf dem Netzlaufwerk in ihre Ordner. Wie man auf dieselbe Weise ein Familienarchiv mit fünf Terabyte durchgeht, steht im Artikel Familien-Fotoarchiv ordnen.

Kann man vom NAS auch Videos und Serien ansehen?

Ja. Im selben Ordner liegen Serien, die David irgendwann geladen und nie zu Ende gesehen hat. Spohad zeigt Videos direkt im Feed: ein Tippen — und die Folge läuft im Vollbild. Videos in gängigen Formaten spielen direkt von der Festplatte; sehr lange Dateien brauchen beim Start vielleicht einen Moment.

So entsteht ein Heimkino in der Tasche — ohne Abos und ohne Folgen aufs Handy zu laden.

Musik, Bücher, Dokumente

Auf dem Laufwerk liegen nicht nur Fotos und Videos. Dort sind Musik, Bücher, Dokumentenscans. Spohad öffnet auch sie: Songs spielen mit Cover, PDFs und Bücher öffnen sich in einem Leser, der sich die Seite merkt. Ausführlich zur Musik im Artikel Musik auf dem iPhone sortieren.

Nichts geht nach draußen

Wichtig ist auch, was Spohad nicht tut. Es lädt dein Archiv nicht zu sich hoch — es hat keinen Server. Es verlangt kein Konto. Die Dateien gehen vom Netzspeicher ins Handy und zurück über dein Heimnetz, als hättest du sie in „Dateien“ geöffnet. Das Archiv bleibt genau dort, wo es war: unter dem Tisch.

Was du wissen solltest

Das Netzlaufwerk muss für das Handy erreichbar sein — meist heißt das, du bist zu Hause in deinem Netz. Ein zusätzlicher Ordner in Spohad ist kostenlos. Willst du mehr Orte anschließen — mehrere Laufwerke, einen USB-Stick, die Cloud —, ist das Pro. Geht es nicht ums Ansehen, sondern darum, im Handy Platz zu schaffen, indem du Fotos auf dieses Laufwerk überträgst, lies Speicher auf dem iPhone freigeben.

Kurz: so verbindest du ein NAS mit dem iPhone

  1. Öffne „Dateien“ → „Mit Server verbinden“, gib Adresse, Name und Passwort des Laufwerks ein.
  2. Stelle sicher, dass das Laufwerk in der Liste der Orte erscheint.
  3. Füge in Spohad den gewünschten Ordner des Laufwerks als Quelle hinzu.
  4. Scrolle den Feed: einordnen, beschriften, Videos ansehen.
  5. Tippe „Speichern“ — die Dateien wandern direkt auf dem Laufwerk.

Dutzende Terabyte verstauben nicht mehr unter dem Tisch. Sie sind in der Tasche, und endlich hat jemand Zeit für sie. Sieh auf der Startseite, wie der Feed aussieht.